Index BMI / Körperkoordination

Ergebnisse für das Einschulungsjahr 2025

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Bei den Schuleingangsuntersuchungen für den Einschulungsjahrgang 2025 haben 19,7 % der Kinder auffällige Werte im Index BMI / Körperkoordination.
  • Der Anteil hat sich damit gegenüber dem Ergebnis von 2019 kaum verändert. Insgesamt ist der Anteil an Kindern mit auffälligen Werten in den letzten 10 Jahren konstant.

Definition:

Der Index „BMI und Körperkoordination“ betrachtet Gewicht im Zusammenspiel mit Körperkoordination. Der Index setzt sich zusammen aus dem BMI-Wert (Verhältnis Körpergröße zu Körpergewicht) der einzuschulenden Kinder zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung und dem Ergebnis des SOPESS-Tests zur Körperkoordination (zielgenaues, seitliches beidbeiniges Hin- und Herspringen pro Zeiteinheit). Liegt in einem oder beiden Bereichen ein auffälliges Ergebnis vor, wird dieses in den Index einbezogen. Auffällige BMI- und Körperkoordinationswerte können die aktive (schulische) Teilhabe maßgeblich beeinflussen. Im Folgenden wird immer der prozentuale Anteil Kinder mit auffälligen Werten an allen untersuchten Kindern dargestellt.

Soziodemografie

  • Der Anteil Kinder mit auffälligen Werten ist bei Jungen höher als bei Mädchen. Zudem unterscheiden sich die Anteile abhängig von Bildungsindex der Eltern1, Kita-Besuchsdauer und Lage des Wohnortes (innerhalb oder außerhalb eines Aktionsraums2).

Entwicklung Stadtbezirke

  • Der Anteil an Kindern mit auffälligen Werten variiert stark zwischen den Stadtbezirken. Bei der Verteilung zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle.

Entwicklung Sozialräume

Methodische Hinweise

Während der Corona-Pandemie konnten die Schuleingangsuntersuchungen nur eingeschränkt durchgeführt und nicht alle Kinder des jeweiligen Jahrgangs untersucht werden. In Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern hat der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) in dieser Zeit eine Strategie verfolgt Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf primär zu untersuchen. Durch das geänderte Verfahren in dieser Zeit sind die Ergebnisse nicht mit denen der anderen Jahre vergleichbar und werden an dieser Stelle nicht präsentiert. Dies betrifft die Jahre 2020 bis 2022.

Zur Sicherung der statistischen Geheimhaltung kommt bei allen Ergebnissen das 5er-Rundungsverfahren zur Anwendung.

Fußnoten

  1. Der Bildungsindex ergibt sich aus den Bildungsabschlüssen der Eltern. Bei der Bewertung wird immer nur ein Bildungsabschluss und zwar der höhere einbezogen. Dieser setzt sich zusammen aus der schulischen- und beruflichen Ausbildung. Die Daten stammen aus dem Elternfragebogen, der begleitend zu den Schuleingangsuntersuchungen abgefragt wird.↩︎

  2. 13 der insgesamt 39 Sozialräume in Dortmund gelten als Aktionsräume. In zwei weiteren Sozialräumen gibt es Aktionsquartiere. Für diese Gebiete hat die Stadt Dortmund besondere Bedarfe festgestellt und entwickelt im Rahmen des Aktionsplans Soziale Stadt Angebote. Mehr Infos dazu finden sie hier.↩︎