• In Dortmund leben 614.495 Einwohner*innen. Sie verteilen sich sehr unterschiedlich auf die 145 Unterbezirke Dortmunds.
  • Im Unterbezirk "Rahm" leben lediglich 1.125 Einwohner*innen, demgegenüber wohnen in "Scharnhorst-Ost" 13.120 Menschen.
  • Knapp über die Hälfte der Unterbezirke haben eine Einwohnerzahl von unter 4.000. Nur in drei Unterbezirken leben mehr als 10.000 Personen.
Eine der zentralen Größen für die Beschreibung von Siedlungssräumen und wichtigste Bezugsgröße für die Ableitung von Kennzahlen ist die Einwohnerzahl.
Basis ist die Hauptwohnbevölkerung.
Eine geringe Einwohnerzahl in einem Unterbezirk kann potentiell zu Basiseffekten führen. Bei der Interpretation von Kennzahlen ist dies zu beachten.

Berechnung:
Bevölkerung insgesamt (absolut)
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • In Dortmund insgesamt leben auf einem Hektar Siedlungsfläche durchschnittlich 74,5 Personen.
  • Die Bevölkerungsdichte ist im Stadtgebiet unterschiedlich hoch. Im Unterbezirk "Syburg/Buchholz" ist sie mit 16,3 Pers./ha sehr niedrig, mit 433,3 Pers./ha im Unterbezirk "Nordmarkt-Südost" sehr hoch.
  • Insgesamt ist die Bevölkerungsdichte in den Außenbereichen - mit Ausnahme der Großwohnsiedlungen - niedrig und in der Innenstadt hoch. Besonders die Nordstadt erreicht eine hohe Dichte.
Die Bevölkerungsdichte setzt die Einwohnerzahl zur Siedlungsfläche (in ha) ins Verhältnis. Als Siedlungsflächen sind hier definiert Wohn- und gemischte Bauflächen, Öffentliche Gebäude sowie Betriebsgebäude (ohne Gewerbe- und Industrieflächen). Basis für die Flächennutzung ist seit 2010 das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS).

Berechnung:
Bevölkerung insgesamt / Siedlungsfläche in ha
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • Das Durchschnittsalter der Dortmunder Bevölkerung liegt bei 43,2 Jahren.
  • Kleinräumig gibt es eine große Spannweite mit 33,3 Jahren im Bezirk "Westfalenhütte" und 54,3 Jahren in "Brünninghausen/Rombergpark" mit mehreren Seniorenheimen.
  • Besonders in der Nordstadt, dem Stadtzentrum und in Universitätsnähe fällt das Durchschnittsalter niedriger aus. Die nördlichen und westlichen Stadtbezirke liegen nah am Gesamtstadtwert, wohingegen im Süden und Osten der Stadt meist überdurchschnittliche Werte erreicht werden.
Das Durchschnittsalter wird durch das arithmetische Mittel des Alters aller Einwohner*innen berechnet. Aufgrund der Betrachtung zum Jahresende wird zum Lebensalter im Mittel jeweils ein halbes Jahr hinzuaddiert.

Berechnung:
Summe der Lebensjahre der Bevölkerung / Bevölkerung insgesamt + 0,5 (wobei aufgrund der Betrachtung zum Jahresende zum Lebensalter im Mittel jeweils ein halbes Jahr addiert wird)
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • Im Jahr 2024 wurden je 1.000 Einwohner*innen 8,9 Kinder geboren.
  • Die niedrigste Geburtenrate hat der Unterbezirk "Kruckel/Schnee" mit 2,6 Geburten je 1.000, die höchste Rate erreicht der "Borsigplatz" mit 16,5 Geburten je 1.000 Einwohner*innen.
  • Überdurchschnittliche Geburtenraten finden sich neben der Nordstadt vor allem im Norden und Westen der Stadt. Mit Ausnahme von wenigen Unterbezirken sind die Raten im Süden und Osten der Stadt unterdurchschnittlich.
Die Geburtenrate setzt die Anzahl der Geburten von Dortmunder Müttern zu der Zahl der Gesamtbevölkerung ins Verhältnis. Sie erlaubt Hinweise auf notwendige Unterstützungs- und Betreuungsleistungen für Familien mit Neugeborenen und Kleinkindern. Der Wert ist auf 1.000 Einwohner*innen bezogen.

Berechnung:
Geburten von Frauen mit Hauptwohnsitz in Dortmund / Bevölkerung insgesamt * 1.000
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • Im Jahr 2024 sind in Dortmund je 1.000 Einwohner*innen 12,2 Personen verstorben.
  • Die niedrigste Sterberate liegt mit 3,7 Sterbefällen je 1.000 im Unterbezirk "Holte-Kreta", die höchste mit 52,5 Sterbefällen je 1.000 in "Brünninghausen/Rombergpark". Dieser Unterbezirk ist ein Sonderfall, da es hier wenig Wohnbevölkerung und mehrere große Senioreneinrichtungen gibt.
  • Ohne diesen Sonderfall liegt die höchste Sterberate im Unterbezirk "Westholz" mit 28,8 Sterbefällen je 1.000 Einwohner*innen vor. In den meisten Gebieten der Stadt sind im Jahr 2024 zwischen 5 und 20 Sterbefälle je 1.000 gezählt worden, in den "jüngeren" Innenstadtbereichen etwas weniger als in den Außenbereichen.
Die Sterberate beschreibt das Verhältnis der Sterbefälle zur Zahl der Einwohner*innen am Ort der Hauptwohnung. Durch sie lassen sich Aussagen zu Alterungsprozessen eines räumlichen Teilbereichs treffen (etwa eines Statistischen Unterbezirks). Sie sollte immer vor dem Hintergrund besonderer Ortskenntnis Anwendung finden, zum Beispiel der Lage von Zentren der Altenbetreuung bzw. -versorgung. Der Wert ist auf 1.000 Einwohner*innen bezogen.

Berechnung:
Sterbefälle / Bevölkerung insgesamt * 1.000
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • In Dortmund gibt es im Jahr 2024 mehr Sterbefälle als Geburten, so dass der Saldo aus beiden bei -3,3 je 1.000 Einwohner*innen liegt.
  • Den höchsten Sterbefallüberschuss erreicht der Sonderfall "Brünninghausen/Rombergpark" mit -43,7 je 1.000, gefolgt von "Westholz" mit -22,4 je 1.000. In "Holte-Kreta" gibt es dagegen den höchsten Geburtenübschuss mit 11,1 je 1.000 Einwohner*innen.
  • Nur ca. ein Viertel der Unterbezirke haben einen Geburtenüberschuss. Die meisten davon liegen in der Nordstadt oder angrenzenden Gebieten.
Aus der Bilanz von Geburten und Sterbefällen wird ersichtlich, ob ein Gebiet aufgrund der natürlichen Bevölkerungsentwicklung wächst oder schrumpft (ohne Berücksichtigung von Zu- und Fortzügen). Ein positiver Wert bedeutet dabei einen Geburtenüberschuss, ein negativer Wert einen Überschuss an Sterbefällen.

Berechnung:
(Geburten - Sterbefälle) / Bevölkerung * 1.000
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund
  • Je 10.000 Einwohner*innen sind in Dortmund im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 59,5 Personen vorzeitig, das heißt im Alter von 45 bis unter 65 Jahren, gestorben. Absolut gibt es damit weniger als 1.000 Sterbefälle in dieser Altersgruppe.
  • Der höchste Wert liegt im Unterbezirk "Union" mit 150,2 vor, im Unterbezirk "Großholthausen/Löttringhausen-Nord/Löttringhausen-Süd" liegt der Wert dagegen bei 0,0.
  • Räumlich lässt sich kein Muster erkennen, woraus sich die vorzeitige Sterblichkeit erklären lässt. Die Fallzahlen auf Ebene der Unterbezirke sind teilweise sehr niedrig.
Personen, die vor dem 65. Lebensjahr gestorben sind, bezeichnet die Kommunalstatistik als frühe oder auch vorzeitige Sterbefälle. Die Rate der vorzeitigen Sterbefälle wird hier berechnet als Anteil der Sterbefälle in der Altersgruppe der 45 bis unter 65-Jährigen im Verhältnis zur altersgleichen Hauptwohnbevölkerung. Um jährliche Schwankungen auf kleinräumiger Ebene auszugleichen, wurde für die Sterbefälle wie auch für die Einwohner*innen aus der Summe von fünf Jahren das jährliche Mittel gebildet. Der Wert ist auf 10.000 Einwohner*innen bezogen. Die Rate der vorzeitigen Sterbefälle liefert Hinweise auf gefährdende externe oder subjektiv begründete Lebensumstände.

Berechnung:
Sterbefälle 45 bis unter 65 Jahre / Bevölkerung 45 bis unter 65 Jahre * 10.000 (jeweils 5-Jahresdurchschnitte)
Stadt- und Unterbezirke in Dortmund